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Großolbersdorf
   Jahreslosung 2020
Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
                           Markus 9,24
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Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Großolbersdorf im Erzgebirge     
(mit den Orten Scharfenstein, Hohndorf und Hopfgarten)
„Es wartet alles auf dich,
dass du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. “
Psalm 104,27
Liebe Gemeinde,
wir feiern wieder das Erntedankfest. Hinter uns liegen wunderschöne Tage, an denen wir den Sommer mit seinen prachtvollen Farben erleben und genießen konnten: das tiefe Blau des Himmels, an dem mächtige weiße Wolken entlang ziehen, der goldene Glanz des sich im Wind wiegenden Getreides, die leuchtenden Farben bunt blühender Wiesen und Blüten. Mittlerweile sind die Felder und Gärten weitgehend abgeerntet, es duftet nach frischer Erde. Der Herbst hält Einzug in die Landschaft und verwandelt sie. Vielleicht erleben wir das sich Jahr für Jahr wiederholende Geschehen in der Natur gar nicht mehr bewusst. Es besteht aber als Bild für den Reichtum der Gaben der Schöpfung. Aus dieser Fülle leben wir und sind selbst Teil von ihr. Denn wir verdanken Gott nicht nur die Früchte, die die Natur hervorbringt, sondern alles, was wir zum Leben brauchen und was unser Leben ausmacht. Wir verdanken uns selbst, unsere gesamte Existenz dem Schöpfungshandeln Gottes und seinem Segen. Das bringen auch die Worte des Psalms 104 zum Ausdruck: Ein Loblied auf den Schöpfer der Welt, auf sein Wirken und seine großartige Fürsorge für alle Lebewesen: Es wartet alles auf dich, dass du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt. (Psalm 104,27-28) Mensch und Tier halten Ausschau nach Gott. Er gibt ihnen allen Nahrung zur richtigen Zeit. Weil Gott seine Hände öffnet, können wir uns an seinen guten Gaben satt essen und leben. Das gilt auch im übertragenen Sinn für alles, was wir zum Leben brauchen, und das weit über Essen und Trinken hinaus geht. Auch unsere Seele hungert und dürstet nach Sinn und Erfüllung, nach Leben. Sie findet Frieden in gelebter Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen. In diesem Sinn beten wir auch: Unser tägliches Brot gib uns heute! Da dürfen wir auch an das Heilige Abendmahl denken, in dem sich uns Jesus Christus als das „Brot des Lebens“ hingibt, Gemeinschaft unter uns stiftet und uns auf eine hoffnungsvolle Zukunft einstimmt. Gott hält die Fülle des Lebens schon jetzt für uns bereit. Es sind oft so einfache Dinge, die uns zufrieden und glücklich machen können. Der sanfte Regen, den wir dankbar begrüßen, und die vielfältigen Früchte, die im Garten wachsen und reifen. Die gelingende menschliche Arbeit, aus der Brot und Wein hervorgehen, die uns stärken und die wir genießen. Da können wir wieder in den Psalm mit einstimmen und bekennen: Du tränkst die Berge von oben her, du machst das Land voll Früchte, die du schaffest. Du läsest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst, dass der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz glänze vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke. (Psalm 104,13-14). Der Psalm erinnert uns auch daran, dass die Schöpfung Gottes, unsere Welt, eine unteilbare Einheit bildet: Pflanzen, Tiere und Menschen sind mit- und füreinander geschaffen, sind gleichermaßen als Geschöpfe Gottes lebensberechtigt, sind aufeinander bezogen und voneinander abhängig. Das müssen wir Menschen erkennen und verantwortlich danach handeln. Denn die Welt wurde uns anvertraut, nicht um sie auszubeuten und auf Kosten der anderen Lebewesen zu leben, sondern um sie zu gestalten und zu erhalten. Wir sind nicht Eigentümer und Herren der Welt, sondern Mitgeschöpfe und Leihnehmer. Denn die Erde gehört dem Herrn und alle die darauf wohnen. Haben wir das vergessen? Sollten wir nicht lieber wieder das Staunen erlernen und dem mit Ehrfurcht begegnen, der so etwas Wunderbares hervorbringt? Stimmen wir also in den Psalm mit ein und loben den Schöpfer:
Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. (Psalm 104,24) Ja, wir haben allen Grund zur Dankbarkeit und zur Freude! Gott hat uns in seine wunderbare Schöpfung hineingestellt und lässt uns an ihrer Schönheit und ihrem Reichtum teilhaben. Lob und Dank sei IHM dafür!
Ich will dem Herrn singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin. (Psalm 104,33)

 
 
Ihr / Euer Pfarrer Frank Bliesener







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