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Jahreslosung 2021
  Jesus Christus spricht:
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!
Lukas 6,36
AKTUELLES
ANDACHT
Gerechtigkeit erhöht ein Volk;
aber die Sünde ist der Leute Verderben.
(Sprüche 14, 34)

Liebe Gemeinde,
der Herbst eilt herbei und wir begeben uns in die wieder dunkler werdende Jahreszeit. Die Abnahme der Tageslänge sollte uns an eine gewisse Vergänglichkeit unseres Daseins erinnern. Diesen Gedanken tragen die herbstlichen Feiertage Erntedank, Bußtag und Ewigkeitssonntag gemeinsam in sich. Gier und ein Denken, dass man nichts aus der Hand geben kann, finden ja meist ein jähes Ende. Die Zurückbleibenden erleben dann oft ein Durcheinander, welches für sie einen sehr bitteren Beigeschmack hinterlässt. Gerade Christen sind vor diesem unseligen Geist des Raffens nicht geschützt. Es bleibt dann die Frage, für wen hat die vergangene Generation das alles so gemacht, wenn durch das „nicht Loslassen“ dann doch alles zerrinnt? Unser sächsischer Herzog Albrecht der Beherzte hatte zwei Söhne, Georg und Heinrich. Was er nicht wollte war, dass nach seinem Tod Sachsen in einem endlosen Erbstreit versank. Also legte er mit seiner väterlichen Ordnung im Einvernehmen mit beiden Söhnen fest, dass Georg, der ältere Sohn, das Herzogtum Sachsen bekommt. Der jüngere Bruder Heinrich begnügte sich letztendlich mit den Ämtern Wolkenstein und Freiberg. Nicht Gier, sondern einfach Leben und Leben lassen war die Devise. Welch glücklicher Umstand für unsere Region. Als in der Nähe von Wolkenstein Silbererz gefunden wurde, gründete er sofort eine neue Stadt. Er nannte sie Marienberg, denn für ihn war dieser Fund ein göttliches Geschenk. Das war vor genau 500 Jahren. Er bemühte sich mit seiner Frau um Frieden und Ausgleich zwischen den evangelischen und katholischen Christen. Nicht Gier, sondern Verträglichkeit bestimmten oft sein Handeln.
Er korrespondierte mit Martin Luther und dem Bischof von Brandenburg. Als sein Bruder Georg ohne Erben starb, übernahm Heinrich in hohem Alter die Regierung in Sachsen. In der wenigen Zeit, die ihm verblieb, kümmerte er sich um die entstehende evangelische Bewegung. Er ließ die Pfarrer visitieren und begann, in Zusammenarbeit mit Luther, die Kirche neu zu ordnen. Für uns heute gilt Herzog Heinrich als der Gründer der Evangelischen Kirche in Sachsen. Nicht Gier und Festhalten an trügerischem Besitz, sondern für seine Bevölkerung eine Zukunft zu schaffen, das war sein Bemühen. Deshalb bekam Heinrich dann den Namen „Heinrich der Fromme“. Die Stadt Marienberg stellte ihm ein Denkmal auf dem Marktplatz auf, so dass der Betrachter immer wieder daran erinnert wird.
Nehmen wir uns ein solches Beispiel zu Herzen. Die Glaubenszeugen rufen uns bis heute unter das Kreuz vom Heiland, auf dass wir ihr Zeugnis annehmen und SEINE BOTSCHAFT GLAUBHAFT BEZEUGEN.

Ich wünsche Euch eine gesegnete Zeit
Euer Diakon Klaus Voland
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