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Die Jahreslosung 2022

Jesus Christus spricht:
Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.
Johannes 6,37
AKTUELLES
ANDACHT

Psalm 104, 1a, 10–15, 27–30 und 33 (Basisbibel):
Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, wie groß bist du! Frisches Quellwasser schickst du die Täler hinab. In Bächen fließt es zwischen den Bergen dahin. Alle Tiere auf dem freien Feld trinken daraus, auch die Wildesel löschen dort ihren Durst. Vögel des Himmels bauen Nester an ihren Ufern, in den Zweigen trällern sie ihr Lied. Aus den Wolken um deinen Palast lässt du Regen auf die Berge niedergehen. Wind und Wetter, die du gemacht hast, schenken der Erde ihre Fruchtbarkeit. Für das Vieh lässt du saftiges Gras wachsen und Getreide für den Ackerbau des Menschen. So wird Brot aus der Erde hervorgebracht und Wein, der das Menschenherz erfreut. So wird Salböl für ein strahlendes Gesicht bereitet und Nahrung, die das Menschenherz stärkt.
Mensch und Tier halten Ausschau nach dir. Du gibst ihnen Nahrung zur richtigen Zeit. Du streust sie aus, sie sammeln auf. Du öffnest deine Hand, sie essen sich satt an deinen guten Gaben. Wendest du dich ab, erschrecken sie. Nimmst du ihnen den Lebensatem, dann sterben sie und werden zu Staub. Schickst du deinen Lebensatem aus, dann wird wieder neues Leben geboren. So machst du das Gesicht der Erde neu. Ich will den HERRN loben mein Leben lang! Meinem Gott will ich singen, solange ich bin!

Wir begehen bald wieder das Erntedankfest. Erntedank heißt: Gott, dem Schöpfer und Herrn der Welt danken für die Ernte des Jahres, für die Früchte der Erde und für alles, was uns die Natur so reichlich bietet an Nahrung aller Art. Wir sagen Danke für alle Gaben die wir persönlich bekommen haben, handwerkliche, künstlerische, sportliche oder intellektuelle. Wir danken aber auch für die Schönheit der Schöpfung, für die Schönheit der Blumen, Bäume und Landschaften. Aber das fällt uns gerade nicht so leicht. Die Ernte ist nicht besonders üppig, die anhaltende Trockenheit und die Hitze machen uns zu schaffen. Felder stehen in Flammen und es verbrennt, was noch gewachsen ist. Wiesen vertrocknen, Flüsse trocknen aus, Wälder brennen, es kommt kein Regen aus den Wolken. Anderenorts reißen die Fluten alles mit sich fort. Und wieder an anderen Orten zerstört der Krieg alles. Vulkane brechen aus, Erdbeben lassen die Erde erzittern. Insekten und andere Tiere sterben in Größenordnungen durch menschliche Eingriffe. Die Schöpfung schreit geradezu: Alarmstufe rot!
Das Erntedankfest ist auch ein Zeichen gegen die Gedankenlosigkeit, mit der der moderne Mensch in die vollen Regale der Supermärkte greift in der Meinung, dass alles selbstverständlich jederzeit zur Verfügung stehen muss. Das ist aber offenbar nicht der Fall. Das haben wir in letzter Zeit wiederholt erlebt. Wenn plötzlich die Regale leer sind, Nudeln, Reis, Sonnenblumenöl, Toilettenpapier, Konserven auf einmal nicht mehr verfügbar sind. Es ist eben nicht selbstverständlich, dass wir Tag für Tag alles haben können. Eigentlich ist ja gar nichts selbstverständlich. Dabei geht es uns hier doch noch sehr gut. Wenn Nahrung und Wasser zur Verfügung stehen, ist das ein Grund zum Danken. Wenn Unwetter, Stürme oder Hagel uns nicht treffen, ist das ein Grund zum Danken. Wenn wir auf Reisen bewahrt bleiben,
ist das ein Grund zum Danken. Wenn wir im Winter heizen können, ist das Grund zum Danken. Auch Freunde, Gesundheit und Kleidung sind ein Geschenk und Anlass zum Danken. Das merken wir jetzt. Nichts ist mehr selbstverständlich. Wir wollen nicht nur gedankenlos „Gott sei Dank“ sagen. Es sollte uns ein Herzensbedürfnis sein zu sagen: „Gott, wir danken dir für deine Gaben.“ Das ist uns vielleicht etwas abhandengekommen in einer Zeit mit sorglosem Einkauf im Supermarkt, in dem wir fast jedes Lebensmittel zu fast jeder Zeit kaufen können. Oder konnten? Gott hat uns eine fruchtbare Erde geschenkt. ER gibt uns Nahrung zu rechter Zeit. Wer selbst gärtnert, erlebt das immer wieder. Dieses Jahr gab es wunderbare Kirschen und Beeren. ER hat seine Hand geöffnet, wir konnten uns daran satt essen. Der Psalm 104 ist ein Dank- und Lobgebet für Gottes Schöpfung. Lobe den Herrn meine Seele! Gottes Schöpfung ist etwas Wunderbares. Das Leben auf der Erde kann gerecht sein und gelingen, nach diesen Worten scheint es so leicht. Und doch hören wir immer wieder von Ungerechtigkeit, Hunger und Armut, von Überproduktion und Ausbeutung. Sollte uns das Lob angesichts all des Leides nicht eigentlich im Halse steckenbleiben? Ich denke: nein! Denn in den Worten des 104. Psalms wird deutlich: Das, was Gott geschaffen hat, ist gut, sogar sehr gut: Da ist Wasser, Brot und Öl genug da für alle, da sind Nistplätze und eine reiche Artenvielfalt. Es liegt an uns, verantwortungsvoll damit umzugehen. Es liegt auch mit an uns, für eine gerechtere Verteilung der Lebensmittel und den Erhalt
der Artenvielfalt zu sorgen. Gott hat alles so gut gemacht, dass das Leben auf der Erde gelingen kann – wenn wir es nicht zerstören. Er hat alles sehr gut gemacht und darum braucht uns das Lob Gottes nicht im Halse steckenzubleiben, sondern wir können es laut herausrufen: Lobe den Herrn meine Seele!

Annegret Bliesener
Freundliche Erinnerung an das Kirchgeld
Wie jedes Jahr haben Sie auch in diesem Sommer ein Schreiben von uns erhalten mit der Bitte um die Zahlung Ihres Kirchgeldes. Wir danken allen, die durch eine zeitnahe Zahlung die Arbeit in unserer Gemeinde mittragen. Heute wende ich mich an diejenigen, die bis heute nicht auf unsere Bitte reagiert haben. Wir kennen nun nicht die Gründe, die Sie dazu führten. Vielleicht ist Ihnen die Zahlung einfach nur entgangen, vielleicht hatten Sie aber auch gewichtige Gründe, es nicht zu tun. Bitte sprechen Sie uns oder einen der Kirchvorsteher an.

Das jährliche Kirchgeld bleibt zu 100% in unserer eigenen Gemeinde und sichert unsere tägliche Arbeit. Wir begleichen damit alle laufenden Ausgaben. Der anteilige Rücklauf der Kirchensteuer, den wir nach der Anzahl der Gemeindeglieder erhalten, deckt bei weitem nicht die anfallenden Kosten.

Deshalb sind wir für jeden dankbar, der seinen Beitrag zur Arbeit unserer Kirchgemeinde leistet und möchten deshalb heute unsere Bitte noch einmal wiederholen. Den für Sie infrage kommenden Betrag entnehmen Sie bitte der Kirchgeldtabelle.
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