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Kirchgemeinde
Großolbersdorf
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Die Jahreslosung 2022

Jesus Christus spricht:
Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.
Johannes 6,37
AKTUELLES
ANDACHT
  
Hört nicht auf, zu beten und zu flehen!
Betet jederzeit im Geist; seid wachsam,
harrt aus und bittet für alle Heiligen.

(Epheser 6,18)

  
Liebe Gemeinde,

die vor uns liegende Passionszeit ist wieder eine Zeit der Umkehr und des Umdenkens. Viele verbinden diese Zeit mit Verzicht, der Besinnung auf das Wesentliche – eine Fastenzeit. In den Gottesdiensten wird uns die Leidensgeschichte Jesu vor Augen gestellt. Viele Christen nehmen sich Zeit für Besinnung und Gebet. Beten ist der Kontakt zu Gott. Vor wichtigen Entscheidungen und schweren Aufgaben, wenn er Ruhe und Kraft oder Rat suchte, hat sich Jesus zurückgezogen – in die Stille, in die Wüste, auf einen Berg –um zu beten. Er suchte das Gespräch mit Gott. Das stärkte ihn, gab ihm Gewissheit und Kraft. Wir meinen manchmal, beten heißt, Gott alles zu erzählen und viel zu reden. Aber oft fehlen uns die Worte und wir wissen nicht, was wir sagen sollen. Dabei heißt beten auch still sein. Still sein und hören. Hören, was Gott uns sagen will. Es gibt viele Gründe zum Beten. Dafür genügt auch nicht nur der Gottesdienst am Sonntagmorgen. Im Gebet kann ich Dinge abgeben, in Gottes Hände legen. Dabei nehme ich ganz bewusst auch andere in den Blick: Meine kranke Nachbarin, die misslungene Operation einer Freundin, die Sorge eines Freundes, wie es bei ihm beruflich weitergeht,
die Eltern, die immer mehr Hilfe brauchen, die Kinder, die in den Prüfungen stecken, das Burnout eines Kollegen, familiäre Probleme im Bekanntenkreis, die Not und das Leid in der großen weiten Welt, meine eigenen Enttäuschungen... All das drängt zum Gebet und zur Fürbitte. Es kann dann durchaus passieren, dass wir uns fragen, was ich kleines Licht damit schon bewirken kann. Diese Frage führt zur Ermüdung, und wir lassen das Beten weg. Der Termindruck und die Hektik unserer Zeit tun das Übrige. Wir verschieben das Gebet auf ruhigere Zeiten. Und weil diese so selten kommen, fällt es schnell ganz weg. Dabei haben wir Gottes Zusage, dass er unsere Gebete erhören will. Ein Gebet muss nicht unbedingt viele Worte haben. Ein Tischgebet, das Vaterunser zum Mittagsläuten, ein Psalm oder Vers aus der Bibel, ein kurzes Innehalten, ein Seufzer, ein Lied, ein Abendgebet oder einfach Stille genügen. Wir können Gott danken, ihn anbeten. Wir dürfen unsere Bitten vor ihn bringen. Für andere, aber auch für uns selbst. Indem wir Gott unsere Gefühle und Gedanken zeigen, bekommen wir Hoffnung und Kraft für unsere nächsten Schritte. Das Gebet verbindet uns Christen weltweit. Ich habe schon von Freunden gehört, die nach schweren Zeiten, nach kritischen Situationen im Krankenhaus gesagt haben, dass sie gespürt haben, dass ganz viele Freunde oder Gemeindeglieder für sie gebetet haben. Im „anderen Advent“ las ich vor kurzem von einer jungen Assistenzärztin. Sie hatte in einem ihrer ersten Nachtdienste einen Patienten auf der Intensivstation, der im Koma lag und dem es sehr schlecht ging. Sie war ratlos. Sie stand am Bett und sprach ihm Mut und Hoffnung zu. Nach ein paar Jahren sah sie jemanden auf einer anderen Station. Er sah sie an und sagte: „Ich kenne sie irgendwoher. Ich kenne sie nicht, aber ich habe ein gutes Gefühl, wenn ich sie sehe, fast so, als hätte ich sie im Traum schon einmal gesehen.“ Sie forschte in seiner Krankenakte nach. Es war der Patient aus besagter Nacht. In diesem Moment wurde ihr klar, dass er sie in jener Nacht gehört hatte. Diese Geschichte hat mich sehr bewegt. Sie hat mich getröstet. Mein Vater lag nach einem tragischen Sturz 4 Wochen lang im Koma. Die Ärzte hatten dann gesagt, nichts mehr für ihn tun zu können. In der Nacht, als er starb, hielt ich seine Hand. Mehr konnte ich nicht tun. Jetzt hoffe ich, dass er das gespürt und Gott auch mein Beten ohne Worte erhört hat. Manch einer wird sagen: Ich habe schon lange nicht mehr gebetet, ich weiß gar nicht, ob ich das (noch) kann. Probiere es aus. Erzähle Gott, was dir auf dem Herzen liegt, woran du zweifelst, was dich ärgert, worüber du dich heute gefreut hast, was dir weh tut, wo du keinen Ausweg siehst. Nimm dir einmal ganz bewusst ein paar Minuten Zeit, halte inne, sprich deine Klagen aus oder sage Dank. Franz von Sales sagte einmal: „Täglich eine halbe Stunde auf Gott zu horchen ist wichtig, außer wenn man sehr viel zu tun hat. Dann ist eine ganze Stunde nötig.“ Ganz sicher ist Gott kein „Wunscherfüllungsautomat“. Aber er hört uns. Und er erhört uns. Gott ist bei uns und hilft uns. Das hat er uns zugesagt. Oft erkennen wir erst im Rückblick sein Wirken. Und oft zeigt er uns ganz andere Wege, als wir gehofft oder gedacht hatten. Aber er will für uns sorgen und in Kontakt mit uns bleiben. Er ist an uns interessiert. Reden wir mit ihm, und wenn uns die Worte fehlen, dann hören wir, was er uns sagen will. Geben wir ihm die Chance, zu uns zu reden. Hören wir ihm zu. Darum lasst uns nicht aufhören zu beten. Gründe gibt es genug. Übrigens: Im Eingang unserer Kirche in Großolbersdorf hängt ein Gebetsbriefkasten. Wer ein Gebetsanliegen hat, für das es gut wäre, wenn es auch von anderen mitgetragen wird, kann es dort einwerfen. Die Anliegen werden vom Gebetskreis oder auf Wunsch im Gottesdienst vor Gott gebracht, auch anonym.

Annegret Bliesener
Freundliche Erinnerung an das Kirchgeld
Wie jedes Jahr haben Sie auch in diesem Sommer ein Schreiben von uns erhalten mit der Bitte um die Zahlung Ihres Kirchgeldes. Wir danken allen, die durch eine zeitnahe Zahlung die Arbeit in unserer Gemeinde mittragen. Heute wende ich mich an diejenigen, die bis heute nicht auf unsere Bitte reagiert haben. Wir kennen nun nicht die Gründe, die Sie dazu führten. Vielleicht ist Ihnen die Zahlung einfach nur entgangen, vielleicht hatten Sie aber auch gewichtige Gründe, es nicht zu tun. Bitte sprechen Sie uns oder einen der Kirchvorsteher an.

Das jährliche Kirchgeld bleibt zu 100% in unserer eigenen Gemeinde und sichert unsere tägliche Arbeit. Wir begleichen damit alle laufenden Ausgaben. Der anteilige Rücklauf der Kirchensteuer, den wir nach der Anzahl der Gemeindeglieder erhalten, deckt bei weitem nicht die anfallenden Kosten.

Deshalb sind wir für jeden dankbar, der seinen Beitrag zur Arbeit unserer Kirchgemeinde leistet und möchten deshalb heute unsere Bitte noch einmal wiederholen. Den für Sie infrage kommenden Betrag entnehmen Sie bitte der Kirchgeldtabelle.
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