Startseite - Kirchgemeinde Großolbersdorf

Großolbersdorf
   Jahreslosung 2020
Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
                           Markus 9,24
Direkt zum Seiteninhalt

Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Großolbersdorf im Erzgebirge     
(mit den Orten Scharfenstein, Hohndorf und Hopfgarten)
Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
             sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.              
2. Timotheus 1,7

Liebe Gemeinde, ist diese Zeit nicht zum Fürchten? Eine unsichtbare Bedrohung verändert unser Leben tiefgreifend, wir sind ihr scheinbar ohnmächtig ausgeliefert. Ein winziges Virus, das mit bloßem Auge gar nicht sichtbar ist, bedroht die Weltbevölkerung und legt das öffentliche Leben und die Weltwirtschaft weitgehend lahm. Selbst einschneidende Maßnahmen können die Seuche nicht aufhalten, sondern nur etwas verzögern oder eindämmen. Millionen Menschen sind in kürzester Zeit infiziert worden, Hunderttausende sind krank geworden, Tausende mußten ins Krankenhaus eingeliefert werden oder sind sogar an der Krankheit gestorben. „Die Pest, die im Finstern schleicht, die Seuche, die am Mittag Verderben bringt“ (Psalm 91,6), etwas, das wir nur aus Geschichten oder fernen Nachrichten kannten, hat uns in unserer scheinbar abgesicherten Welt eingeholt. Die Folgen, die wir noch gar nicht absehen können, werden uns noch lange beschäftigen. Auch als Christen und als Kirche trifft uns diese Krise hart. Wir mußten viele Wochen auf gemeinsame Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen und das Gemeindeleben in gewohnter Form verzichten, um uns vor gegenseitiger Ansteckung zu schützen. Hygieneschutzmaßnahmen werden uns noch längere Zeit einschränken. Wer hätte noch vor einer Weile gedacht, daß unser alltägliches Leben einmal so ins Stocken geraten und auch unser Gemeindeleben so jäh unterbrochen werden könnte? Ältere sagen: So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das war, das ist für viele ein Schock. Damit müssen wir erst einmal zurechtkommen. Manchen gelingt das nur schwer, anderen gar nicht. Viele wurden von Angst und Panik ergriffen, versuchten sich mit Hamsterkäufen etwas abzusichern, erliegen mysteriösen Verschwörungstheorien. Andere wiederum gehen in sich, denken nach und vergewissern sich, was sie trägt und ihnen Halt gibt. Zu diesen gehören hoffentlich auch wir. Vielleicht will Gott uns Gelegenheit dazu geben, unterbricht er uns deshalb und führt uns in die Stille. Im Hören auf Gottes Wort und im Gebet finden wir Halt und Orientierung: Wachet und betet! (Markus 14,38), fordert uns Jesus auf. Die Kirchenglocken erinnern uns täglich daran. Manche haben sich zum Gebet in die offene Kirche rufen lassen. Wir vertrauen uns Gottes Liebe und Fürsorge an. ER steht über allen Dingen. ER steht uns auch in den kleinen und großen Krisen bei: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“ (Psalm 23,4). Wir nehmen Zuflucht und bekennen uns zu IHM: „Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.“ (Psalm 73,23-26). Wir gehören IHM. ER ist für uns da. Das gibt uns Mut und Kraft. Wir sind bewahrt worden. Die Schutzmaßnahmen haben gewirkt. Wir haben den Mut bekommen, die neue Situation anzunehmen. Wir haben die Kraft erhalten, Belastungen und Einschränkungen geduldig zu ertragen. Wir brauchen nicht zu verzagen. ER führt uns aber auch zur Demut. Wir erkennen unsere eigenen Grenzen und unsere Abhängigkeit von IHM. Wir anerkennen Gott als unsern Herrn, der über unser Leben bestimmt. Dadurch können wir die Sorge um unser Leben IHM überlassen: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7). Wir können uns darauf konzentrieren, achtsam und rücksichtsvoll miteinander umzugehen, in Liebe füreinander dazusein und zu sorgen, besonnen zu reden und zu handeln. In diese Lebensweise hat uns Jesus in seine Nachfolge gerufen. Er hat uns dazu seinen Geist verliehen. Der Geist, den Gott uns geschenkt hat, lässt uns nicht verzagen. Vielmehr weckt er in uns Kraft, Liebe und Besonnenheit. (2. Timotheus 1,7; BasisBibel).

Bitten wir Gott immer wieder um diesen Geist. Er bewahrt uns davor zu verzagen. Stattdessen werden wir gestärkt, zu einem liebevollen Miteinander befähigt und auf besonnene Weise geleitet. Damit werden wir auch zukünftig gut bestehen können.

Ihr / Euer Pfarrer Frank Bliesener
13.06.2020
Kirchenvorstandswahl
20.09.2020
Alles Wichtige dazu hier...

Gottesdienste & Termine
... in unserer Kirche oder im Fernsehen

Kirchenbote
Aktuelles aus dem Kirchenboten gibt es hier digital

Hauptstraße 11
09432 Großolbersdorf
Tel. 037369 9618
Fax 037369 88301
kg.grossolbersdorf@evlks.de
Mit freundlicher Unterstützung
Großolbersdorf
Zurück zum Seiteninhalt