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Die Jahreslosung 2022

Jesus Christus spricht:
Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.
Johannes 6,37
AKTUELLES
ANDACHT
Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion!
Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der Herr.
Sacharja 2,14

Liebe Gemeinde,  
wir werden aufgefordert, uns zu freuen und fröhlich zu sein. Wie soll das gehen: Freude auf Bestellung und fröhliche Stimmung auf Befehl? Wollen, ja können wir das überhaupt? Gibt es denn überhaupt einen Grund zur Freude oder einen Anlaß, fröhlich zu sein? Das fragen sich bestimmt viele in dieser Zeit, denen das Lachen längst vergangen ist. Die vielen Probleme und bedrückenden Sorgen hindern uns doch eher daran, ausgelassen und fröhlich zu sein. Wir wissen noch gar nicht, wie wir dieses Jahr Weihnachten feiern werden, welche Einschränkungen es geben wird, worauf wir wieder verzichten müssen.
Trotzdem gibt es Grund zur Freude und Anlaß fröhlich zu sein, auch gerade angesichts vieler Nöte und Ängste. Denn Gott kündigt an, genau in diese Situation zu uns kommen und bei uns sein zu wollen. Er kommt in unser persönliches und gesellschaftliches Krisengebiet und will bei uns wohnen, das heißt, er wird auch bei uns bleiben und die Not mit uns teilen. Auf seine Nähe und seinen Beistand müssen wir nicht verzichten. Und das macht doch Weihnachten eigentlich aus, daß Gott in unsere heillose Welt kommt, um sie zu retten. Er kommt in die Finsternis und bringt das Licht. Darauf weisen uns die Lichter in der Advents- und Weihnachtszeit ja hin. Das ist das Wesentliche und Wichtigste zu Weihnachten, und das bleibt bestehen.
Ursprünglich richtet sich diese Zusage Gottes, sein Kommen und Bleiben, an sein auserwähltes Volk Israel, genauer gesagt an diejenigen, die nach der großen Katastrophe noch davon übrig geblieben waren, als sie nach über fünfzig Jahren aus Babylon aus der Verbannung zurückkehren durften. Jetzt mußten sie die zerstörte Stadt Jerusalem, die „Tochter Zion“, erst wieder aufbauen und bewohnbar machen – keine leichte Aufgabe und mit vielen Problemen verbunden. Lange fehlte es ihnen dazu an Mut und Kraft. Auch der Tempel, der heilige Ort der Gegenwart Gottes, über dem er einst seinen Namen ausrufen ließ: „Ich bin für euch da!“, lag völlig zerstört und leer da. Der Prophet Sacharja machte den Bewohnern Mut und forderte sie auf, vor allem den Tempel wieder aufzubauen. Denn Gott, verkündete er, hat sich aus seiner himmlischen Wohnung aufgemacht und kommt und will wieder in seinen Tempel einziehen und inmitten seiner Stadt und seines Volkes wohnen. Das ist auch der Grund für die Bewohner der Stadt Jerusalem, der „Tochter Zion“, sich zu freuen und fröhlich zu sein. Nun kommt es darauf an, sich auf sein Kommen vorzubereiten und ihm eine Wohnung zu bereiten, in die er einziehen kann. Lange Zeit diente der Jerusalemer Tempel dazu.
Diesen Tempel gibt es längst nicht mehr, aber Gottes Zusage gilt immer noch. Sie gilt, Gott sei Dank, auch uns. Wir feiern wieder Advent und Weihnachten und damit die Ankunft Gottes in dieser Welt und für alle Menschen. In Jesus Christus ist er zu uns gekommen und will bei uns wohnen. Jetzt sind wir – seine Kirche, seine Gemeinde vor Ort – sein Tempel, in dem er durch seinen Heiligen Geist wohnt und wirkt. Der Apostel Paulus erinnert uns daran: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ (1. Korinther 3,16). Der Heilige Geist führt uns zur Demut und zur Umkehr, die unsere Welt und die Menschheit zu ihrer Rettung bitter nötig haben, und läßt uns Gott als Herrn über unser Leben anerkennen. Wenn wir ihn aufnehmen und einlassen, werden wir Vergebung und Erneuerung erfahren. Bereiten wir ihm also wieder den Weg und geben wir ihm Raum in der Mitte unseres Lebens. Dort will er ankommen und uns mit Hoffnung und Freude erfüllen. So verheißt es uns sein Wort durch den Propheten Sacharja:
Juble und freue dich, Tochter Zion, denn sieh, ich komme und wohne in deiner Mitte! Spruch des Herrn.“ (Sacharja 2,14; Zürcher Bibel).
Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne eine erfüllte und friedliche Advents- und Weihnachtszeit!

Ihr Pfarrer Frank Bliesener

Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit
den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr,
sei ewig Preis und Ehr.
EG 1, 5
Freundliche Erinnerung an das Kirchgeld
Wie jedes Jahr haben Sie auch in diesem Sommer ein Schreiben von uns erhalten mit der Bitte um die Zahlung Ihres Kirchgeldes. Wir danken allen, die durch eine zeitnahe Zahlung die Arbeit in unserer Gemeinde mittragen. Heute wende ich mich an diejenigen, die bis heute nicht auf unsere Bitte reagiert haben. Wir kennen nun nicht die Gründe, die Sie dazu führten. Vielleicht ist Ihnen die Zahlung einfach nur entgangen, vielleicht hatten Sie aber auch gewichtige Gründe, es nicht zu tun. Bitte sprechen Sie uns oder einen der Kirchvorsteher an.

Das jährliche Kirchgeld bleibt zu 100% in unserer eigenen Gemeinde und sichert unsere tägliche Arbeit. Wir begleichen damit alle laufenden Ausgaben. Der anteilige Rücklauf der Kirchensteuer, den wir nach der Anzahl der Gemeindeglieder erhalten, deckt bei weitem nicht die anfallenden Kosten.

Deshalb sind wir für jeden dankbar, der seinen Beitrag zur Arbeit unserer Kirchgemeinde leistet und möchten deshalb heute unsere Bitte noch einmal wiederholen. Den für Sie infrage kommenden Betrag entnehmen Sie bitte der Kirchgeldtabelle.
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